Illegaler Gen-Lein wird nirgends kommerziell angebaut

January 11th, 2009

Die in Baden-Würtenberg gefundene gentechnisch veränderte Lein-Saat FP967/CDC Triffid wird nirgendwo komerziell angebaut. Sie wurde in Kanada entwickelt und im Jahr 2000 kommerziell auf Felder ausgebracht. Dass Spuren heute in Deutschland gefunden werden, zeigt wie schwer kontrollierbar einmal angebpflanztes Genfood.  


Greenpeace mit Genmais-Karte 2.0

January 9th, 2009

Greenpeace hat seine Genmais-Karte aktualisiert. Dabei zeigt sich wieder, das Genmais vor allem im Osten Deutschlands angebaut wird. Die Bundesländer Brandenburg, Sachen und Mecklenburg-Vorpommern liegen weit vorne. Mit Hilfe der Karte lässt sich das Genmais-Feld sehr genau lokalisieren. Die Daten stammen aus einer öffentlichen Quelle, nämlich dem Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz, denn gemäß Gentechnikrecht ist der Anbau für Landwirte meldepflichtig. Eine ähnliche graphische Aufbereitung bietet http://www.risikoregister.de/ . Was sich jedoch nicht ermitteln lässt, ist, wohin der Genmais verkauft wird, um weiterverarbeitet zu werden.


Japanische Studie: Wer schneller ißt, wird schneller dick

January 9th, 2009
Schlingen macht dick, warnt noch einmal das Gratisheft ”Apotheken Umschau”.  Das haben japanische Wissenschafter herausgefunden und bereits im Oktober 2008 im British Medical Journal  veröffentlicht. 3300 Frauen und Männern haben an einer Studie der Universität von Osaka teilgenommen. Dabei zeigte sich ein Zusammenhang zwischen Esstempo, Schlucktempo und Körpergewicht. Männliche Schnellesser hatten ein um 84 Prozent höheres Risiko zu Übergewicht als Langsamesser. Als Übergewicht wurde dabei ein Bodymass Index (BMI) von über 25 zugrunde gelegt. Bei schnell essenden Frauen lag das Übergewichtsrisiko sogar um satte 109 Prozent höher. Das Risiko steigt natürlich noch einmal, wenn die Testpersonen angaben, zu essen bis sie komplett satt seien. Grund für diesen Effekt ist offenbar, dass wenn der Magen zu schnell gefüllt wird, kein Sättigungsgefühl gesendet wird.  

Sport im Winter: “Nicht so dick anziehen”

December 14th, 2008

Die Neue Apotheken Illustrierte zitiert Jan Gerlach von der Deutschen Sporthochschule in Köln: “ich empfehle, sich beim Sport so zu bewegen, dass man nicht so ins Schwitzen gerät.” Man solle sich nach dem Zwiebelprinzip anziehen. Wenn zu warm wird, die äußere Schicht ablegen. Die Frage ist nur, wie man man das beim Dauerlauf nach 5 km machen soll. Wohin mit der Fleecejacke?

40 Prozent der Wärme strahlt der Kopf über den Kopf ab. Also: Mütze nicht vergessen und bei Bedarf gegen das Stirnband austauschen.


Fehlende Standards: Auswahl des richtigen Fitness-Studios bleibt schwer

December 6th, 2008

Das Deutsches Institut für Service-Qualität hat im Auftrag des Fernsehsenders ntv Fitnessstudios getestet. Testsieger wurde die Elexia-Gruppe. Das Institut hat Testkunden in verschiedene Studios geschickt. Dort wurde nach einem Standardbewertungsschema das Angebot quantitativ und qualitativ untersucht. Das Institut spricht von deutschlandweit “90 Testkontakten”.

  Gesamt-
ergebnis
Beratung Trainings-
bedingungen
1. Elixia 1. 2. 1.
2. Injoy 2. 3. 3.
3. McFit 3. 4. 4.
4. Fitness Company 4. 6. 2.
5. Kieser Training 5. 1. 6.
6. Easy Sports 6. 5. 5.

Ausschlaggebend waren dabei Angebotsumfang, Qualität des Probetrainings und die Attraktivität der Räume. Die Tester fanden, dass es in vielen Studios und in der gesamten Branche Verbesserungsmöglichkeiten gibt. So haben Trainer und Betreuer nicht ausreichend nach den bisherigen sportlichen Aktivitäten, Trainingszielen oder gesundheitlichen Vorgeschichte gefragt. Auch über möglichen Risiken klärten viele nicht richtig auf.

Der Test hat sich auf die sechs größten deutschlandweit agierenden Ketten beschränkt. Die Fitnessbranche wird hierzulande aber eher von inhabergeführten, mittelständischen Studios geprägt. Die Auswahl des richtigen Studios bleibt also trotz Test schwer, da branchenweite Qualitätsstandards fehlen. Die Preise schwanken von Anbieter zu Anbieter ebenso: Die Spanne reicht von 16,90 bis 92 Euro pro Monat. Daneben gebt es aber auch viele andere Preismodelle.


Dank Tests: Weniger Acrylamid im Weihnachtsgebäck

December 3rd, 2008

Foodwatch gibt ein wenig Entwarnung: Die Acrylamidbelastung in typischen Weihnachtsprodukten ist geringer geworden. Acylamid entsteht beim Backen und wird verdächtigt, Krebs auszulösen und das Erbgut zu verändern. Foodwatch führt die Senkung der Werte darauf zurück, dass die Organisation seit 2002 Lebkuchen und Spekulatius testet und die Herstellernamen veröffentlicht. Behörden würden zwar testen, aber die Produktnamen nicht veröffentlichen.

Schöntrinken funktioniert

December 3rd, 2008

Studenten, die Alkohol getrunken haben, fanden Personen auf anschließend vorgelegten Fotos hübscher als Studenten, die nur Saft getrunken haben. Zu dieser Erkenntnis kamen Forscher der Universität Glasgow. Interessant: Die alkoholisierten Testpersonen fanden im Vergleich mit der Kontrollgruppe sowohl männliche als auch weibliche Personen hübscher. Das berichtet die Apotheken Rundschau.

Zu wenig Vitamin B12 lässt das Gehirn schrumpfen

December 3rd, 2008

Forscher der Universität Oxford haben einen Zusammenhang zwischen Mangel an Vitamin B12 und der Leistungsfähigkeit des Gehirns gezeigt.  Bei älteren Testpersonen zwischen 61 und 87 Jahren zeigte sich in einem Fünfjahreszeitraum, dass das Gehirnvolumen bei den Menschen mit den niedrigsten Vitamin-B12-Konzentrationen im Blutplamsa festgestellt wurde. Solche Gehirnveränderungen könnten ein Nachlassen der Gedächnisfähigkeit nach sich ziehen, so die Gesellschaft für Biofaktoren.

Strenge Vegetarier leiden häufig an Vitamin B12-Mangel. Bei älteren Menschen ist die Magensäure reduziert, die zur Herauslösung von Vitamin B12 aus der Nahrung notwendig ist.

Stern sorgt für neue Aufregung um Cochrane-Studie: “Vitamine töten!”

December 2nd, 2008

Der Stern holt nochmal eine Studie des Cochrane-Zentrums Kopenhagen aus der Schublade und berichtet über eine Übersichtsstudie, deren Ergebnisse schon im April 2008 veröffentlicht wurden und die angeblich zeigt, dass Vitaminpräparate die Sterblichkeit erhöhen können: Die Supplementierung mit Vitamin A erhöhe das Sterberisiko um 16 Prozent, Beta-Karotin um 7 Prozent, Vitamin E um 4 Prozent.

Wie der Stern-Ableger “Gesund leben” schreibt, werden viele Nahrungsergänzungsprodukte und Vitaminprodukte auch im Bekanntenkreis verkauft. Oft glauben die Käufer, der Anbieter handle aus Überzeugung, kassiert aber eine nicht mal geringe Provision. Multilevelmarketing nennt man diese Vertriebsschiene, bei der der Freundes- und Bekanntenkreis abgegrast werden soll, gerne. Dabei kann weder Käufer noch Verkäufer einschätzen, wie hoch diese Vitamine zu dosieren sind, wobei die Hochdosierung offensichtlich problematisch ist. Wer in Deutschland Nahrungsmittel verkauft, darf diese nicht mit einem Versprechen bewerben, dass dieses Produkt Krankheiten heilen würde.

Eine Warnaufschrift wie auf Zigarettenpackungen wäre wohl aber übertrieben.  


Studie: Frauen fühlen sich in ihrem Körper schlechter als Männer

November 30th, 2008

Eigentlich erschreckend: Nur 29% der deutschen Männer und sogar nur 17% der deutschen Frauen fühlen sich wohl im eigenen Körper. Die Pychonomics AG will das in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden haben, vielleicht auch um die Dienstleistung Yougovpanel zu promoten. Die Hitliste der Mäkelpunkte:

  1. Der Bauch, 42% 
  2. Oberschenkel
  3. Po
  4. Mund
  5. Zähne
  6. Füße
  7. Hände
  8. Arme
  9. Ellenbogen
  10. Ohren

Vergleich Männer und Frauen:

Während die Frauen als Top 5 Bauch (46 Prozent), Oberschenkel (30 Prozent), Po (15 Prozent), Unterschenkel (13 Prozent) und Füße (elf Prozent) angeben, zeigen sich die Männer bei Bauch (38 Prozent), Füßen und Nase (jeweils zehn Prozent), Mund (acht Prozent) und Brustbereich (sieben Prozent) unzufrieden.