Archive for the ‘Ernährung’ Category

McDonalds Big Mac wird 40

Friday, August 31st, 2007

Big MacDieses Produkt steht als Synonym für den Begriff Fast Food: Den Big Mac gibt es in inzwischen 100 Ländern. Weil er so international verbreitet ist, gibt es, um die Kaufkraft in unterschiedlichen Ländern zu vergleichen, den sogenannten Big-Mac-Index, den das britische Wirtschaftsblatt Economist eingeführt hat.

Zum Vergleich eignet sich das Produkt ideal: Es ist hochstandardisiert und gleichzeitig kann es nicht grenzüberschreitend gehandelt werden, so dass sich Preisunterschiede ausgleichen würden. So sieht man wo die Inlandskaufkraft hoch und wo sie bniedrig ist – natürlich verzerrt von Faktoren, die sich aus den unterschiedlichen Fast Food Märkten ergeben.

Im August 1967, als der erste Big Mac in einem Schnellrestaurant in Pennsylvania über die Theke gereicht wurden, kostete der Big Mac 45 Cent. McDonalds  hat das Jubiläum seines Starprodukts zum Anlass genommen, darauf hinzuweisen, dass die Zutaten regional eingekauft werden, auch bei kleinen und mittelständischen Bauern.

Wie Trinkwasser beim Abnehmen helfen soll

Wednesday, August 8th, 2007

Trinkwasser hilft beim AbnehmenExperten von Forum Trinkwasser (ein Verein um den Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft der Leitungswasserproduzenten) haben in einer Telefondiskussion mit Lesern einer Frauenzeitschrift auf den thermogenen Effekt hingewiesen: Wasser hat keine Kalorien, wirkt aber auf das sogenannte sympathische Nervensystem – also anregend. Forum Trinkwasser beruft sich auf eine Studie der Berliner Charité wonach 1,5 bis 2 Liter Trinkwasser täglich den Energieverbrauch um bis zu 100 Kalorien erhöht. Außerdem hat Trinkwasser positiven Einfluß auf die Haut: Bei Trinkwasserkonsum steigt die Durchblutung der Haut an, die Fließgeschwindigkeit der roten Blutkörperchen nimmt zu und die Menge des roten Blutfarbstoffs vergrößert sich. 

Foodwatch warnt vor Acrylamid in Marken-und Bio-Kartoffelchips

Tuesday, August 7th, 2007

Foodwatch (www.foodwatch.de) fährt zur Zeit eine Aktion rund um das Thema Acrylamid und hat diverse Sorten von Kartoffelchips getestet. Ergebnis: Markenchips sind stärker belastet als Discounter-Ware. Foodwatch nennt dabei Pringles und diverse Bioprodukthersteller namentlich.

Über die Schädlichkeit streitet sich die Wissenschaft noch. Acrylamid entsteht beim Verarbeiten von Stärke durch Hitze, also auch beim Backen und Frittieren. Tierversuche haben gezeigt, dass Acrylamid mit körpereigenen Aminosäuren wechselwirkt und so auch das Erbgut angreift. Der Stoff ist als giftig und krebserzeugend eingestuft, auch wenn Studien darauf hindeuten, dass auch Kartoffelchips-Vielesser nur einen irrelevant höheren Acrylamidspiegel haben.

Acylamid kann durch Änderungen in der Produktion minimiert werden. Verbindliche Grenzwerte oder eine Kennzeichnungspflicht gibt es nicht.

Foodwatch ist eine unabhängige, nicht-staatliche Organisation mit Sitz in Berlin, die von Thilo Bode, ehemals Vorstand von Greenpeace International gegründet wurde. Eine weitere Foodwatch-Kampagne ist derzeit auch die Anti-Genfood-Kampagne gegen McDonalds. Der Vorwurf: McDonalds verwende genverändertes Futtermittel in der Rindfleischproduktion.

Naturschutzbund findet teuerere Lebensmittel okay

Thursday, August 2nd, 2007

Hochwertige Lebensmittel haben ihren Preis, findet NABU, der Naturschutzbund. Ein angemessenes
Preisniveau sei Voraussetzung für eine vielfältigen Kulturlandschaft bezeichnet, denn: ”umweltverträgliche Agrarstruktur gibt es nicht zum Nulltarif”, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Der scharfe Preiswettbewerb im deutschen Einzelhandel habe in den letzten Jahren dazu geführt, dass Lebensmittel immer billiger angeboten wurden, wodurch der Druck auf die Erzeuger gestiegen sei.

“Während die Landwirte auf den guten Standorten zunehmend auf “Masse statt Klasse” gesetzt haben, stehen die Bauern in ungünstigen, aber naturnahen Regionen wie den Mittelgebirgen vielfach vor dem Aus”, so Tschimpke. Dadurch sei eine weitere Zunahme der Umweltbelastungen durch die Landwirtschaft sowie die Gefahr neuer Lebensmittelskandale zu beobachten. Die mit rund elf Prozent im europäischen Vergleich extrem niedrigen Ausgaben eines deutschen Haushalts für Lebensmittel würden somit teuer erkauft.
Tatsächlich: Lebensmittel in Deutschlands Nachbarländer sind deutlich teuerer. Der deutsche Verbraucher ist nicht bereit, für Lebensmittel hohe Preise zu zahlen. Lebensmittellieferanten sagen schon lange, dass die bessere Qualität der erzeugten Lebensmittel eher nach Frankreich, England oder Polen geliefert werde. Die B-Ware geht nach Deutschland.

Ob sich die Qualität nach der allgemeinen Lebensmittelpreisrunde genauso hebt wie das Preisniveau ist unwahrscheinlich. Auch 2007 und 2008 werden wir wieder viel zu viel Gift im Salat berichtet bekommen.

 

Umfrage: Zweifel am Sinn von Werbeverboten für Süßigkeiten

Thursday, August 2nd, 2007

Süßwaren schmecken gut, gesund sind sie nicht. Die Europäische Kommission sieht in der Werbung für Süßigkeiten den größten Verursacher für die  voranschreitende Fettleibigkeit – vor allem von Kindern. Die Dialogmarketing-Agentur Proximity hat eine repräsentative Online-Studie durchgeführt, in der sie 1.000 Teilnehmer nach ihrer Meinung zu Werbeverboten befragt hat.

Das Ergebnis: Ein spezielles Werbeverbot für Süßwaren lehnen 87% der Befragten ab. 61% halten Werbeverbote generell für zwecklos. Eine grundsätzliche Einschränkung für Werbung, die sich speziell an Kinder richtet, fordern demnach jedoch 68%.

Schon existierende Werbeverbote für Alkohol und Tabak zeigen, dass deswegen der Konsum kaum zurückgeht. Jeder kennet die Risiken und soll selbst entscheiden. Aber soll die Gesellschaft akzeptieren, dass für krankmachende Produkte Werbung betrieben wird, um den Kosum anzuschieben und akzeptieren, dass über die Krankheitskosten die Folgen finanzuiert werden müssen?

Wenn es um ihren Nachwuchs geht, sind die Deutschen allerdings überwiegend einer Meinung. 68% fordern eine grundsätzliche Einschränkung für Werbung, die sich speziell an Kinder richtet. Allerdings wird die Effektivität stark angezweifelt. 52% vertreten die Meinung, dass sich der Konsum von Süßigkeiten durch
Werbebeschränkungen nicht vermindern lässt. Überraschenderweise stören sich Eltern weniger an Werbung für Kinderprodukte (67%) als Befragte ohne Kinder (72%). 

Michael Schipper, Sprecher der Geschäftsführung von Proximity Germany: “Die Süßigkeitenbranche ist nur eine von vielen, die zukünftig von Werbeverboten betroffen sein wird. Deshalb ist es für Unternehmen entscheidend, ihre Kommunikation jetzt zu überdenken. Werbeformen wie Dialogmarketing, Events oder Branded Entertainment sind ideale Möglichkeiten, den Konsumenten zielgruppengerecht zu
erreichen und Werbeverbote zu umgehen.”

“An Genprodukten ist noch keiner gestorben” – Nestlé macht sich stark für Genfood

Wednesday, August 1st, 2007

Deutschlands Lebensmittelverbraucher stehen Genfood sehr kritisch gegenüber. Zu kritisch, findet Nestlé-Boss Peter Brabeck-Letmathe in einem Interview mit der Zeitschrift Capital und macht den ”deutschen Romantizismus” dafür verantwortlich: “Bis vor kurzem hatten wir noch Angst vor Naturgewalten. Wenn wir alles der Natur überlassen, sind wir bald nicht mehr hier. An Genprodukten ist noch keiner gestorben, an Bioprodukten schon.” Der Chef des Schweizer Konzerns betonte weiter, er finde es falsch, “eine Technologie zu verurteilen, nur weil sie ein Risiko birgt. Der Konsument wird die Vorteile der Gentechnik noch schätzen lernen.” Die Technologie sei in Europa erfunden worden. “Statt stolz darauf zu sein, verschmähen wir sie und überlassen leichtfertig Amerikanern, Chinesen und
Brasilianern das Feld”, beklagte Brabeck-Letmathe gegenüber ‘Capital’.

Worte wie diese mögen den deutschen Verbrauchern nicht so gefallen und lassen den Umsatz aus Produkten wie After Eight, Choco Crossies & Choclait Chips, Kitkat, Lionnuts, Rolos, Smarties, Nescafé, Alete, Mövenpick- oder Schöller-Eis bei Nestlé kurzfristig sinken. Dem 62-jährigen Brabeck-Letmathe kann das bald egal sein: Er geht demnächst in Rente und tut seinem Nachfolger vielleicht einen Gefallen. Ein altersbedingter Abgang ist sicher eine gute Gelegenheit, um den Nestlé-Kunden so langsam auf Genfood vorzubereiten und die Reaktionen auf den Standpunkt von Nestlé anzutesten. Ein frisch gebackener CEO hätte so ein Interview-Statement sicher nicht gegeben.

Bauernverband empfiehlt: Kein Genanbau!

Thursday, July 26th, 2007

Auch nach dem neuen Entwurf zum Gentechnik-Gesetz bleibt der Deutsche Bauernverband beim Nein zum Genpflanzenanbau. “Aufgrund der unveränderten Haftungsregelungen raten wir vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ab”, so der Verband. Die Koexistenz aller Anbauformen besitze Priorität. Dabei geht es im Kern um den Mindestabstand zwischen Feldern mit und ohne Gentechnik-Pflanzen.

Auch Metro Gruppe kennzeichnet Lebensmittel mit GDA

Tuesday, July 24th, 2007

Die Metrogruppe (extra, real und Galeria-Märkte) führt für ihre Produkte die GDA-Kennzeichnung ein. GDA steht für Guideline Daily Amount. Der GDA Wert wird in Prozent ausgedrückt und gibt für ein Nahrungsmittel den täglichen Bedarf an. Ein GDA von 10% soll also besagen, dass mit der Aufnahme dieses Nahrungsmittels 10 % des Kalorienbedarfs abgedeckt sind. Meist bezieht sich die GDA-Angabe auf 100 Gramm des Produkts. GDA ist eine Empfehlung des Verbandes der Europäischen Lebensmittelindustrie  CIIA und basiert auf dem Tagesbedarf einer durchschnittlich aktiven Frau mittleren Alters.   Zunächst wird die Metro die Eigenmarken mit GDA kennzeichnen.

Genmaisanbau: Mehr als 150 Meter Abstand zu Genmais gefordert

Saturday, July 21st, 2007

Nach einem neuen Gesetzesentwurf muss der Abstand zwischen herkömmlichen Mais und Genmais mindestens 150 Meter betragen. Der Abstand zwischen Genmais und Ökomais sogar doppelt so viel. Das fordert der Ökoanbauerverband Bioland. Dass es erst ab 0,9 Prozent Kontamination Schadensersatzansprüche geben soll, hält der Verband für zu hoch. Solche Ware läßt sich beim Verbraucher nicht mehr als genfrei verkaufen. 

Auch Greenpeace fordert eine Verschärfung der Gesetzesvorlage und spricht von Chaos auf den Felder, weil heute in vielen Fällen nicht bekannt ist, wo Genmais angebaut wird und wo nicht. Nach der jetzigen Vorlage ist es Genbauern auch erlaubt, einfach mit dem die Genmaisaussaat mit dem Nachbarn abzusprechen – dann kann unter bestimmten Bedingungen auf jeden Abstand verzichtet werden. Außerdem fehlten, so Greenpeace, klare Regelungen für einen Abstand zu Naturschutzgebieten. Genpflanzen enthalten ein Schädlingsgift, das auch vom Aussterben bedrohte Schmetterlingsarten in Schutzgebieten angreifen kann.    

Lebensmittelpreiserhöhungen IV: Brot und Backwaren teuerer

Saturday, July 21st, 2007

Das wirtschaftlich gute Klima schafft auch die richtige Atmosphäre für Preiserhöhungen im Lebensmittelbereich. Gerade die Deutschen sind in diesem Punkt jedoch sehr emfindlich und so häufen sich gerade die Pressemitteilungen wonach aufgrund schlechter Ernte auch Getreide teuerer wird, hinzu kommen auch die Auswirkungen von Anbaufächenstillegungen oder -umwidmungen.

Im Bäckereigewerbe bahnt sich sogar ein heftiger Streit an, wer oder was an Preiserhöhungen für Brot und andere Backwaren schuld ist. Der Bauernverband  betreitet, dass eine Verknappung des Rohstoffs Getreide zu höheren Verbraucherpreisen führt und zeigt auf die Bäcker, die jetzt ihren Schnitt machen wollen. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks schießt mit scharfen Worten zurück: “Der Deutsche Bauernverband sollte die bewusste Irreführung der
Öffentlichkeit über die Preisbildungsfaktoren bei Backwaren endlich
abstellen, weil wir nicht länger akzeptieren, dass ein aus
Steuermitteln hochsubventionierter Wirtschaftsbereich anderen
Branchen Kalkulationsvorschriften machen will”, läßt sich der Bäcker-Präsident zitieren und verweist auf das um einen “hohen zweistelligen Prozentbereich” verteuerte Mehl. Die EU Kommission hat die Stillegungsprämen für die Aussaat Herbst 2007 und Frühjahr 2008 auf 0 Prozent gesenkt, um höheren Mehlpreisen entgegenzuwirken.