EHEC breitet sich aus – Apotheken informieren
Friday, May 27th, 2011
Panikmache oder ernste Gefahr: EHEC sorgt dafür, dass ganze Chargen an Salat weggeworfen werden, da Großabnehmer die Bestellung stornieren. Verbraucher bundesweit in Apotheken informieren. Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und verschiedene Apothekerkammern haben ein entsprechendes Infoblatt für Patienten vorbereitet. Es kann unterwww.abda.de abgerufen werden.
Bei 10 bis 20 Prozent der EHEC-Erkrankten entwickelt sich als schwere Verlaufsform ein Durchfall mit krampfartigen Bauchschmerzen, blutigem Stuhl und teilweise Fieber. Die Infektion kann aber auch ohne Beschwerden verlaufen und somit unerkannt bleiben. Patienten mit blutigem Durchfall sollten möglichst schnell einen Arzt aufsuchen.
Verbraucher reagieren zur Zeit unterschiedlich. Manche ziehen Vergleiche zu den SAARS-Grippewarnungen, andere verzichten vorsichtshalber auf jedes frische Gemüse. Einige Kantinen haben frische Salate derzeit aus dem Angebot genommen. Manche Restaurants versuchen die Kundschaft mit dem Hinweis zu beruhigen, dass man das Gemüse sehr gut wäscht – mit einem Schuss Essig im Wasser.
Auch wenn derzeit die Kommunikation der offiziellen Gesundheitsstellen sich auf Salatgurken aus Spanien fokussiert, glauben viele nicht an ein schnelles Ende der Erkrankungswelle.
Informationen im Web gibt es auch beim Robert-Koch-Institut
Warum es so schwierig ist, die Transportkette von Gemüse zurück zu verfolgen, ist hier erklärt: Großküchen und Kantinen sind nicht Teil der überwachbaren Logistikkette.